Thema Familienauto
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Trauer und Familienauto

Zugegeben, nicht gerade ein angenehmes Thema, aber es hat mich die letzten Wochen und eigentlich sogar die letzten 2 Jahre begleitet. Von daher gehört auch dieses ernste Thema für mich hier mal ins Blog.

2014 bekam meine Mama die Diagnose Leukämie und Anfang 2015 die Aussicht, dass ihr maximal 2 Jahre blieben. Mit viel Glück, so die Ärzte.

Sie hat diese 2 Jahre ziemlich genau geschafft. Und wir sind sehr dankbar dafür, dass sie diese 2 Jahre ohne viel Leiden voll auskosten konnte und ihre Enkelin in ihrem ersten Lebensjahr erlebt und kennen gelernt hat.

Was das Thema Trauer mit einem Familienauto zu tun hat?

Nun, zunächst mal war ich sehr froh, dass der Mazda mich nachts um 2 sicher ins Krankenhaus gebracht hat, als der Anruf von meinem Vater kam. Das sind so Fahrten, bei denen man sich fragt „Wo sind die letzten 20 Minuten geblieben?“ wenn man das Auto ausmacht. Und auch, wenn ich voll fahrtauglich war und konzentriert unterwegs sein konnte, sind das Situationen, in denen ich um jeden Fahrassistenten froh bin.

Viel wichtiger ist für mich das Familienauto als abgeschlossener und privater Raum in solch einer Situation. Seit Mamas Tod vor etwas über 3 Wochen tat es immer wieder einmal gut, rechts ran fahren zu können und einfach mal meine Ruhe zu haben, wenn plötzlich eine Erinnerung aus den 43 Jahren hochkam, die ich mit meiner Mutter hatte.

Zumal wir natürlich viel unterwegs gewesen sind, um Vorbereitungen für die Beisetzungen zu treffen. Soviel geballte Termine innerhalb von 3 Wochen hatte ich schon lange nicht mehr.

Und irgendwie ist ein Familienauto natürlich auch Familienmitglied.

Dazu erzähle ich aber in einem gesonderten Beitrag nochmal etwas.

Eine Sache, an die ich mich immer erinnern werde ist, dass meine Mama nach jeder noch so ausgiebigen Verabschiedung noch einmal „Fahrt ja vorsichtig!“ die Treppe runter gerufen hat.

In diesem Sinne:

Fahrt ja vorsichtig!

Fragen oder Ergänzungen? Hau's raus!