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Taugt ein Elektroauto als Familienauto?

Renault-ZOE-Ladevorgang

Unbedingtestens! Ich lasse mich sogar zu der Aussage hinreißen: „Ein Elektroauto ist das perfekte Familienauto“.

Renault-ZOE-Ladevorgang

Drüben auf meinem Probefahrer-Blog habe ich ja schon 12.500 Kilometer mit dem Nissan LEAF gemacht und spreche daher durchaus aus Erfahrung. Ich bin mit dem Stromer halb durch Deutschland gefahren, habe ihn Huckepack auf dem Autozug nach Tirol geschafft, quer über die schottische Isle of Islay gescheucht und 9 Monate lang jede Alltagsfahrt elektrisch erledigt. Das geht ganz bequem.

Elektroauto im Familienalltag

Für die alltäglichen Fahrten bietet ein Elektrofahrzeug ausreichend Leistung und auch Reichweite.  Zugegeben: Man muss sich als Fahrer ein kleines bisschen umgewöhnen, vorausschauender fahren und seine Routen genauer planen. Spontan nach der Arbeit noch 70 Kilometer oder mehr hin und zurück fahren ist nicht so ganz ohne weiteres möglich. Aber wer macht das schon? Und für sonstige Ausnahmesituationen wie für ein langes Wochenende zu Freunden fahren oder den Urlaub per Auto bieten die meisten Hersteller ein Tauschprogramm an: Das Elektroauto kommt zum Händler, der übergibt einem kostenlos den Verbrenner-Schlüssel und nach der Langstreckenfahrt (sei es nun für ein paar Stunden oder 2-3 Wochen)  holt man sein Strom-Mobil wieder ab.

Letzten Endes decken Elektroautas alles ab, was man für die familiäre Mobilität so braucht und prinzipiell halten sich die laufenden Kosten im Rahmen. Aber: Man sollte nicht davon ausgehen, mit einem Elektroauto irre viel Geld zu sparen. Dafür sind Anschaffung und Batteriekosten noch recht hoch. Dennoch: ZOE-Pionierin hat hier nach 10.000km die Kosten gegen ihr vorheriges Benziner-Auto gerechnet und kam etwas günstiger mit dem Elektroauto weg.

Fazit zum elektrischen Pampersbomber

Ich vergleiche ein Elektroauto immer gerne mit dem iPhone: Es ist teurer als andere Telefone. Dafür freut man sich jedesmal wenn man es benutzt. Ein Elektroauto fährt man aus Überzeugung und weil man etwas besonderes haben will. Nicht, weil man auf Biegen und Brechen sparen möchte.

Einfach mal die eigene Autonutzung durchdenken und vor allem: Ein Elektroauto probe fahren. Mindestens als Zweitwagen machen die Gleiter meistens Sinn und vor allem: Spaß!

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