Aktueller Testbericht Familienauto

INFINITI Q30 als Familienauto

Infiniti Q30 als Familienauto


„NEEEEEEEIIIIIIN nicht den INFINITI weggeben!“

Das war die überaus und überraschend heftige Reaktion meiner Tochter, als sie mich über die Freisprecheinrichtung mit Magnus Mattern darüber sprechen hörte, wann wir den Infiniti Q30 wieder zurück bringen.

Vielleicht liegt es daran, dass das Infiniti Logo das erste war, das ihr Interesse geweckt hat und erklärt haben wollte, was das Zeichen bedeutet.

Oder dass es das Auto ist, was sie auf unserem Privatweg zum Hof nun „bewusst“ selber „gefahren“ ist 🙂

Oder einfach, weil es sich um ein tolles Auto handelt. Vermutlich von allem etwas.

Der Vorteil der Kompaktklasse als Familienauto

Klar, Kombis, Hochdachkombis und große SUV haben ihre Vorteile, wenn man viel transportieren will.

Aber jetzt, wo unsere Kleine redet wie ein Wasserfall ist mir ein ganz erheblicher Vorteil von kleineren Autos aufgefallen:

Kommunikation!

In langen und großen Autos, die viel Platz zwischen dem im Reboarder rückwärts sitzenden Kind und Heckscheibe lassen, geht alles was das Kind sagt im Laderaum unter. Im Citroen Berlingo bsw. war es auf lauteren Strecken fast unmöglich das Kind zu verstehen, wenn es etwas gesagt hat. Das ist im Q30 viel angenehmer.

Insbesondere die Kindergarten Abholfrage: „Wie war denn Dein Tag, erzähl mal!“ finde ich im Auto auf dem Nachhauseweg immens wichtig.

Mit einsetzen der Pubertät ist dann ein möglichst großes Auto mit viel Abstand zwischen Vorder- und Rücksitzen vermutlich wieder erstrebenswert 😀

Killerfeature mal wieder: 360 Grad Rundumsicht Kameras

Hatten wir ja bsw. schon im Nissan X-Trail und das ist SOOO nützlich. Ich halte mich schon für einen ganz guten Einparker. Aber rundum Kameras sind einfach durch nichts zu ersetzen. Die bringen eine so unglaubliche Zeit- und Hirnkapazitäts-Ersparnis, dass ich sie nicht missen will.

Allerdings sind die Abstandspiepser – obwohl ich die Sensitivity schon in den Einstellungen runter gedreht habe manchen etwas überempfindlich: Da piept es manchmal links und rechts schon obwohl noch Platz wäre und das verunsichert dann bei den ersten paar Malen eher als dass es hilft. Irgendwann hatte ich dann ein Gefühl für das Auto und wann die Piepser ernst zu nehmen sind und wann nicht 🙂

Ich hätte gern Künstliche Intelligenz aus dem iPhone mti dem Auto verknüpft

Den automatischen Einparkassistenten habe ich außer zum testen trotzdem noch nicht benutzt 🙂 Da habe ich das Gefühl von Hand einfach noch schneller zu sein. Tatsächlich wusste ich zunächst gar nicht, dass das Auto mit Einparlassi ausgerüstet ist, der hat sich nach 2 oder 3 Tagen durch einen falsch gedrückten Knopf mal automatisch gemeldet 🙂

Und DAS könnte in Kombi mit dem Smartphone viel intuitiver passieren. Wenn das Smartphone registriert, dass ich in die Nähe der Adresse aus meinem Termin komme oder mich zum gewohnten Zeitpunkt meiner Arbeit, Supermarkt whatever nähere, sollte das Smartphone dem Auto bescheid geben. Die Kameras sollten vorausschauend mit der automatischen Einparkhilfe nach einem Parkplatz gucken und zurückmelden wo etwas frei sein könnte. Gerne auch statistisch am wahrscheinlichsten.

Wichtig die Präferenzen: 1. Ist mir beim Supermarkt die Nähe zum Eingang relativ egal.\Aber: Ich möchte gerne einen Parkplatz in der Nähre der Einkaufswagen haben, damit ich nach dem Einkaufen den Wagen nicht ewig weit zurück schieben muss. 2. Habe ich unterschiedliche Anforderungen an Parklücken:
Ist das Kind dabei, will ich rechts und links möglichst viel Platz haben um an den Kindersitz zu kommen.
Sitze ich alleine im Auto, reicht mir Platz auf der Fahrerseite

2 Dinge, die mir beim Infiniti Q30 immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubern:

1.Die Motorhaube. Ich bekenne mich ja immer wieder dazu, dass mir das Außendesign eines Autos weitestgehend egal ist und ich niemals dafür zahlen würde. Ich muss weder etwas repräsentieren, noch den Menschen um mich herum durch mein schönes Auto eine Freude machen. \ Aaaaaaber: Was ganz anderes ist es, wenn mir das Außendesign eine Freude macht, wenn ich drin sitze – und das tut der Infiniti Q30 sehr wohl:
Diese HAAAUUUBE! Die Schnauze des Autos ist so klassisch geschwungen, dass man als Fahrer beim rausgucken das Gefühl hat, in einer Folge von Die Zwei gelandet zu sein und in einem E-Type oder Ferrari zu sitzen.
SEHR gelungen

https://www.youtube.com/watch?v=KKWTZCHc5Dc

2. Wie in Kanada: Das Auto hupt beim Abschließen
Ok, zugegeben: Man muss es schon im Setup einschalten. Aber die Funktion ist MEGA praktisch:
Man sieht sein Auto auf einem vollgestellten Parkplatz ja nicht immer gleich. Besonders bei Familienausflügen zu Outdoor Veranstaltungen, bei denen man morgens auf leeren Wiesen parkt und nachmittags auf einer vollen Wiese sein Auto suchen muss ist es super, wenn das Auto sich akustisch meldet.
Aber auch die „Habe ich das Auto WIRKLICH abgeschlossen-Frage erledigt sich ohne noch einmal zurück laufen zu müssen, wenn es einfach einmal kurz hupt.
Außerdem hat man durchaus Spaß, wenn Leute sich verwundert umdrehen, wer da kurz gehupt hat. Ist in Deutschland halt nicht wirklich üblich. In Kanada zB hupt so ziemlich jedes Auto beim Abschließen.

IQ 30 – passendes Kennzeichen ist auch gleich Fahrerbeleidung

Wenn ihr die Lacher nicht auf Eurer Seite haben wollt, solltet ihr bei einem Kennzeichen mit Hersteller + Modell Kombi in diesem Fall etwas zurückhaltender sein 😀

Das Auto sagt SEHR deutlich, was es braucht

ich gebe zu, ich bin vergesslich und brauche Autos, die mir in den Hintern treten und mich immer wieder erinnern, wenn etwas nachgefüllt werden muss. Das ist beim Wischwasser ebenso nachdrücklich, wie wenn es nun aber WIRKLICH Zeit ist, zur Tankstelle zu fahren.

Besonders krass war, als neulich an einem der warmen Februar Tage es durch einen Regenschauer plötzlich um 15 Grad kühler wurde. Da sprangen tatsächlich sofort die Warnmeldungen für um 0,05 Bar gesunkenen Luftdruck an.

Aber auch das die Erinnerung ans Wischwasser bei jedem Aussteigen und wieder Einsteigen sofort angezeigt wird, erleichtern mir das Leben erheblich.

Der Infiniti zieht Blicke an

Mattern hat ein Talent dafür Autos zu verkaufen, die Interesse und Sympathie bei anderen Menschen entdecken. Ähnlich wie bei Zoe, Captur, CX3 oder Cactus sehe ich ständig Leute um das geparkte Auto herumgehen und gucken. Anerkennende Blicke und Daumen hoch an der Ampel gehören ebenso zum Alltag, wie Nachfragen zum Auto durch Drive-In-Fenster oder vor der KiTa. Infiniti interessiert die Menschen einfach.

Gestaunt habe ich tatsächlich, als neulich bei unserem Bio-Bauern, der SUV-Cousin vom Q30 auf den Parkplatz rollte: Der QX30. Naaaaatürlich musste ich davon ein Foto festhalten 🙂

Mit das beeindruckendste: Klima und Heizung

Ich weiß nicht, wer für die Entwicklung des Warm/Kalt-Systems zuständig war, aber der muss ein texanischer Finne sein. Vielleicht auch ein schwedischer Mexikaner. Jedenfalls ist das Auto auch bei 35 Grad im Schatten wirklich in Sekunden kühl und bei Minus 7 Grad erstaunlich fix kuschelich. Besonders die Sitzheizung.

Mercedes-Benz Verbundenheit deutlich spürbar

Einerseits ist es ja klasse, dass der Infinit auf Basis der aktuellen Mercedes-Benz A-Klasse gebaut wird. Super Qualität, top-entwickelte Basis und feine technische Spiereien.

Aber:
Was ich nicht verstehe ist, warum die Anzeigen im Display nicht etwas Infiniti typischer gestaltet wurden. Ich meinbe, das ist doch nur Software! Da kann man sich branding-technisch doch richtig auslassen. Ich behaupte mal, wer sich einen Infiniti kauft, der hat richtig Bock auf diese Art Individualismus und Kreativität.