Thema Familienauto
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Interview Nr.4 – Benjamin Birkenhake von anmutunddemut.de

Und noch ein Interview mit einem Bielefelder Blogger! Ich verspreche mit dem nächsten Gespräch werden wir deutlich tiefer in den Süden gehen 😉 Aber auf die Antworten von ben_ habe ich mich besonders gefreut! Nicht nur, weil er seit über 10 Jahren eines meiner Lieblingsblogs anmutunddemut.de schreibt, sondern weil er eine besondere Sichtweise aufs Thema Auto im Allgemeinen und aufs Familienauto im Speziellen hat. Ach wisster was? Lest doch einfach selbst:

Kurze Intro: Wer bist Du, was machst Du und wo können die Leute mehr über Dich erfahren?

Ich trage den Namen Benjamin Birkenhake, bin Ehemann und Tochtervater, Programmierer in einer Agentur, die ich selber gegründet habe und Blogger seit 2001.

Was macht ein Familienauto für Dich aus und warum?

Spannende Frage! Ich habe über „Familienautos“ noch gar nicht nachgedacht, weil ich noch nie ein Auto besessen habe. Bis vor 5 Jahre bin ich gar nicht regelmässig Auto gefahren, seither bin ich bei Cambio und miete inzwischn schon 2-4 Mal im Monat ein Auto. Allerdings sehr unterschiedliche. Meistens nur einen Ford Fiesta, weil wir mit dem ÖPNV nicht hinkommen nur in OWL unterwegs sind. Wenn wir länger weg sind, geht nehme ich meistens einen Ford Focus Kombi und ab und wann auch einen VW-Caddy.

Die wichtigste Eigenschaft eines Familieautos ist dabei für mich eine Iso-Fix-Halterung, weil wir als Kindersitz einen Reboarder haben. (An dieser Stelle kann sich die geneigte Leserschaft ein glühendes Plädoier für Reboarder denken! Die Fakten sind da ziemlich überwältigen. Mehr dazu bei reboard-kindersitze.info).

Die zweite Eigenschaft ist Platz, Handlichkeit und Übersichtlichkeit. So wenig sexy ein VW-Caddy auch sein mag, er ist funktional supergeeignet für uns als Familie: Man kann die Kindersitz bequem einbauen, man behält auch bei Chaos im Auto den Strassenverkehr gut im Blick und es passt auch mit Kindern noch viel und probelmlos rein. Super Wagenklasse.

Denk mal an Deine Kindheit zurück: Was waren damals typische Familienautos? Was hat sich seitdem verändert?

Kombis! Wir hatten lange einen Volvo Kombi und dann einen Mercedes Kombi. Viel Platz. Später kam dann diese Wagenklassen des Minivans dazu. Meine Mutter hatte lange einen Renault-Espace. Der war noch deutlich praktischer als die Kombis, weil man alle Sitze ausbauen und bis zu 7 einbauen konnte. In vielerlei Hinsicht ist das immer noch mein Traumauto.

Verändert hat sich seither – v.a. bei uns im Bielefelder Westen – dass Porsche als Familienauto genutzt wird. Und SUVs. Von denen fange ich aber lieber nicht an, sonst werde ich ausfallend.

Was waren die Familienautos Deiner Eltern in Deiner Kindheit?

Ah. Zu spät erkannt: Wie gesagt: Volvo Kombi (vermutlich ein 240er), Mercedes Kombi (vermutlich der S 123) und später dann der Renault Espace.

Und an welche Geschichten aus Deiner Kindheit die sich im oder ums Familienauto abgespielt haben, kannst Du Dich noch erinnern?

Da gibt es die eine Geschichte, die immer gerne erzählt wird. Wir hatten einen Hund, eine unglaublich liebe Boxerhündin. Bei Urlaubsfahrten, war ihr Platz immer ganz hinten im Kofferraum. Da konnte sie rausgucken, aber nicht nach vorne komme. Irgendwann auf einem sehr steilen Berg, wurde die Gute leider etwas von Gepäck begraben und der hinter uns fahrende Freund berichtete dann wie er zuerst nur die beiden spitzen Ohren sah, die sich durch das Gepäck wühlten.

Bei diesen Urlaubsfahrten (nach Yugoslawien) waren wir noch so klein, dass wir im Fussraum der Rückbank schlafen konnte. Daran erinnere ich mich sehr gerne.
 

 Familienauto-volvo-240-mutter-autor

Wie wichtig ist Dir ein Auto überhaupt?

Eigentlich total unwichtig. Ich fahre ungerne, selten und nur, wenn ich wirklich muss. Seitdem wir eine Familie sind, ist das leider mehr geworden. Zum einen muss ich öfter zu Ikea, dem Wertstoffhof oder in den Marktkauf. Zum anderen sind wir mehr bei Freunden und Familienteilen, die sonst nur schwer zu erreichen sind.

Aber ich werde den Tag lobpreisen, an dem Google oder wer auch immer selbstfahrende Autodrohnen auf Bestellung vor die Haustürstellt.

Style oder Funktion – was ist Dir wichtiger?

Funktion. Je öfter ich mit dem Caddy fahre, desto mehr frage ich mich, ob es nicht vom TÜV oder in der Strassenverkehrsordnung härtere Mindestmasse für sowas wie Fenstergrössen geben sollte.

Kombi? Kompakter? Van mit Schiebetür Was fährst Du selber als Familienauto? Wie zufrieden bist Du damit?

Wie gesagt: Ford Fiesta, Ford Focus Kombi und VW Caddy sind unsere drei „Familienautos“, je nach Bedarf und Siuation. Alle drei sind für ihren jeweiligen Zweck ganz gut.

Sparsam oder Fahrspaß – was ist Dein Fahrstil? Vermisst Du mit der Familienkutsche etwas beim Autofahren?

Mein Fahrstil ist v.a. umsichtig und entspannt. Der Focus Kombi liegt seeehr ruhig auf der Strasse. Das fehlt mir bei den anderen beiden manchmal etwas, gerade, wenn ich mal über die Autobahn nach Gütersloh oder Rietberg muss. Aber nein: Ich hab Autofahren noch nie genossen.

Wieviel ist Dir ein Auto wert? (Anm. von Alex: Die bisher erkenntnisreichste Antwort aller Interviews :-))

Das kann ich Dir ganz genau sagen … moooment … guckt in seinen Cambio-Rechnungen nach 1.435,60 Euro letztes Jahr.

Familienauto-Features: Was ist ein MUSS und was würdest Du Dir zukünftig wünschen?

Wie schon gesagt: Iso-Fix. Das ist aber inzwischen auch Pflicht bei Neuwagen. Ansonsten sind die verschiedenen Versionen von Einparkhilfen gerade bei den grösseren Wagen sehr wertvoll. Und künftig: Selbstfahrende Autos. Also sogar ohne Fahreroption. Reine Drohnen. Damit man die Zeit unterwegs mit der Familie verbringen kann und sich keine Sorgen, um die Irren rechts und links im Strassenverkehr machen kann.
 

Bonusfrage: Was ist Dein bester Tipp, wenn man mit Kindern im Auto unterwegs ist?

Kindle Fire für Kids (Amazon-Link). Mit Hilfe eines Schnürsenkels leicht befestigbar. Kostet fast nichts. Und wenn das Kind es kaputt macht, gibt’s von Amazon ein neues. Super.

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